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Was lange währt ...
Angefangen hat alles 1975 mit der Eröffnung der Basler Nordtangente. Als ‹Wiedergutmachung› für die Autobahnbrücke mitten durch die gewachsene Struktur sollte das betroffene Quartier gleich neben der Hochstrasse ein eigenes Zentrum bekommen. Doch erst der vierte Wettbewerb brachte ein Ergebnis, erst dreissig Jahre später fanden genügend und die richtigen Nutzer zusammen. Der Entwurf von Sabarchitekten war deshalb erfolgreich, weil er bis zur letzten Minute auf Nutzungsänderungen reagieren konnte. Das Team entwarf für jede Nutzung eine Art eigenes Haus. Die verschiedenen Gebäudeteile fassten sie geschickt zu einem Blockrand zusammen. Der offene Hof ist ein wind- und lärmgeschützter Dreh- und Angelpunkt, von hier aus werden die Bibliothek, das Hotel, der Quartiertreff, die Büros sowie die Sehbehindertenschule erschlossen. Nur für den Kindergarten muss man auf die gegen den Rhein und eine kleine Grünanlage hin orientierte Rückseite gehen. Der wilde Nutzungsmix ist dem Haus von aussen nicht anzusehen: Golden schimmernde Alustreifen fassen die blauen Glaskeramik-Brüstungen rundherum ein und machen aus den vielen Häusern einen passgenauen prägnanten Schlussstein im Quartier.
Im Innenhof ist vom Verkehr, der auf der Hochstrasse vorbeibraust, kaum etwas zu spüren.

Foto: Atelier Fontana

Die Grundrisse von Erd- und 2. Obergeschoss zeigen, wie die Architekten die unterschiedlichen Nutzungen im Gebäude ineinander verschränkt haben: Bibliothek, Quartierzentrum, Sehbehinderten­schule, Kindergarten, Hotel.